Die Saison für unsere Kulturexpeditionen ist mit 3 Ausflügen🚗 im September eingeleitet worden. Ich wollte hier ein paar Zeilen über einen Trip nach Luxor schreiben, dann können meine Freunde einen Blick drauf werfen und wenn sie sich überlegen, eine Reise nach Luxor, Aswan, Kairo,… zu machen, dient es zur Referenz.
Für einige ist solch ein Ausflug einmalig, evtl. sogar gar keine Frage, denn es ist zeitaufwendig, heiß im Süden, dann kommen die ganzen Reisewarnungen und wirken auf die Entscheidung aus! Über die Sicherheitslage soll man sich selber erkundigen, die Medien📱💻 vermitteln heute jedem die Erfahrungen von anderen, die vor kurzer Zeit durch Ägypten gereist sind. Am Ende ist es eine eigene Entscheidung, die auf Zufriedenheit und Zuversicht basiert. Betreffend das Wetter ist das ganze mir überlassen😉😎, laut unserem Zeitplan kommt die Westseite, in der Wüste, mit ihren Totentempeln und Grabstätten vormittags, gefolgt vom Mittagessen in einem netten Restaurant, dann aufm Nil an Bord einer Feluka und das lässt die heißen Mittagsstunden in einem kühlen Milieu verbringen, spät am Nachmittag zeichnet sich der Karnaktempel mit seinen Säulenhallen und Pilonen aus, hier sind, selbst im Hochsommer viele Schattenstellen. Wir können auch sicherlich was improvisieren, was die Reise angenehmer gestalten lässt, auf der wir alle Zeit der Welt haben.
Hier ist der Ablauf vom letzten Ausflug:
Den Montag 25.09 um 5:00 Uhr morgens wurden meine 3 Gäste am Hotel abgeholt, man konnte ihnen ansehen, die Nacht war kurz,es empfiehlt sich auch , am Vorabend früh ins Bett zu gehen.
Wir ließen Hurghada hinter uns und fuhren Richtung Safaga, 45 km südlich von Hurghada und mussten durch eine Kontrolle fahren, die die Durchfahrt auf die Autobahn für Touristenfahrzeuge erst um 6:00 Uhr , d.h. bei Tageslicht, gestattet. Die Straße zwischen Safaga und Qena 165 km schlängelt sich in der Arabischen Wüste, östliche Teilwüste der Sahara, zwischen dem Nil und dem Roten Meer, ist gesäumt von einer Gebirgskette, die in manchen Gebieten bis zu 1300 m hoch ist. Auf jeden Fall ist der Anblick so toll, dass der Fahrt durch die Wüste noch ein interessanter Aspekt zukommt.  Entlang die 165 km lange Strasse bieten sich einige Raststätten an, die einen Toilettenbesuch jederzeit garantieren. Während der Fahrt sieht man auf beiden Straßenseiten, wie Beduine, ihre Schafe und Ziegen ans Futter kommen lassen. Wenn wir die ersten 60 km hinter uns haben, kommen überwiegend abgerundete Mittelgebirgshöhen, die in der Farbe der sie aufbauenden Gesteine erscheinen, bevor man im Horizont die ersten Bäume am Rande einer Niloase blickt. Das ist Qena.
Qena ist die erste Stadt am Nil auf der Strecke nach Luxor, mit 10798 km2 und 2,5 Mio Einwohnern ist Qena eine wichtige Provinz mit hauptsächlich Landwirtschaft und Kleinbetrieben.
Dendara Tempel in der Stadt ist sehenswert und steht oft im Programm der Nilkreuzfahrten, die von Luxor aus starten.
Die Brücke überm Nil führt uns zum anderen Nilufer, wo dort einige Felafelbuden sind, da kann man leckeres, frisches Frühstück zubereiten lassen, dann mitnehmen, ähnlich wie Mc Drive. Eine kleine Landstraße, 60 km, auf der Westseite vom Nil kürzt uns die Fahrt zum Tal der Könige.
Lehmziegelbrennen, Kloster, Töpferei und Acker können wir hier von Bord aus bei der Fahrt sehen.
Hinter einem Dorf an einem Bewässerungskanal taucht die uralte Nekropole auf, deren Eingangsstraße an die Gräber der damals hochrangigen Beamten und angesehen Leute der Regierung grenzt, unmittelbar vor der Einfahrt rechts steht das Haus von Heward Carter, der 1922 das weitgehend unversehrte Grab von Tut Anch Amun entdeckt hat.
Die Straße ist durch hohes Gebirge gesäumt und endet am Parkplatz vor dem Tal der Könige.
In der Eingangshalle ist eine Maquette mit den 64 Grabstätten, von denen man sich nur 3 angucken darf. Hier sind in der Hochsaison bis ca. 6000 Menschen am Tag, d.h. die Grabstätten leiden sehr unter Atem und Hautfeuchtigkeit der Besucher, was eine dauerhafte Restaurierung beansprucht.
Man hat vor jedem Grab einen Plan mit Bild, die die berühmtesten Malereien und Darstellungen aus diesem Grab zeigen.
Merenptah war unsere erste Grabstätte, KV8. Der Grabherr lebte in der 19. Dynastie 1213-1204 v. Chr. , er war der dritte Sohn von Ramses II. Das Grabmal ist etwa 160 m tief und enthält Elemente, die in früheren Gräbern nicht vorkamen: Eine berühmte Wandmalerei zeigte die vier Rassen der Welt mit einem Lybier, Nubier, Ägypter und Asiaten.
Dann entschieden wir uns für die Grabkammer KV6 von Ramses IX, 20. Dynastie 1128-1109 v. chr., das unvollendete Grab war zum Todeszeitpunkt des Königs noch nicht fertig, woraufhin die Bauarbeiten unsorgfältig beschleunigt wurden. Hier kann man teilweise die Schritte eines Entstehungsprozesses eines Grabes verfolgen; in einer Kammer war die Steinschneidung noch nicht fertig, in der anderen war die Decke noch nicht soweitfür das Begräbnis geeeignet. Das Grab ist ca. 105 m tief und man kommt bis zur Grabkammer rein.
Das dritte Grab war von Thutmosis III 1486-1425 v. Chr. aus der berühmten starken 18. Dynastie, der ein Grab mit zwei Achsen, entgegen der Tradition eines Grabbaues damals, errichten liess. Hier sieht man direkt nach dem Eingang einen Schacht, der angeblich als Falle für die Räuber dient, die Wandmalereien aus einem Totenbuch zeigen Strichmännchen, so dass eine komplette Kopie dieses Buches im kleinen Grab angebracht wird, trotz Auslüftung schwitzt man drin. Der Eingang liegt weit oben im Berg und ist durch viele Treppen zu erreichen.
Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir den Totentempel von Hatschepsut, zu dem gibt es gesondert einen Bericht. Auf dem Weg zum Restaurant kann man die 2 Memnonkolossen besichtigen, bevor wir vor einem leckeren Buffet gestanden sind. Unsere Feluka, Motorboot, wartete auf uns und fuhr uns auf dem Nil rum, da ist eine Möglichkeit, auf eine Bananeninsel zu gehen, das ist unsere Wasserraststätte, hier sind wir keiner Zeit gebunden, wir können so lange bleiben, wie wir wollen. Am Nachmittag kam der Karnaktempel mit seinen vielen Säulenhallen und Höfen. Der wird auch alleine in einem Beitrag dargestellt, die Heimfahrt ging bequem an den kleinen Ortschaften östlich vom Nil bis Qena vorbei, währenddessen wird Einiges nochmal geleuchtet, was sich wegen der Bedeutung oder besonderer Schönheit im Gedächtnis eingeprägt hat. Vorm Hotel war ein weiterer schöner Tag mit Kultur pur vorbei…..