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Grabmal von Agha Khan

Eine der schönsten Touren, die man in Ägypten im Zeitraum wischen September und Mai unternehmen kann, ist die Tour nach Aswan und Abu Simbel. Aswan liegt auf dem nördlichen Wendekreis und wird dadurch heiss im Sommer, selbst die Hitze ist noch kein Hindernis im Wege eines Besuches im Sommer, da die Tempelanlagen und sonstige Sehenswürdigkeiten auf Inseln stehen und sich durch eine Bootsfahrt auf dem Nil erreichen lassen u. a. Philae-, Khonumtempel, Kitchener Insel und die bunten nubischen Häuser auf der Westseite vom Nil. Wir, Alex, Armin und ich, mussten die Chance ausnutzen und den 23./24./25.10. vom Tauchen freinehmen und die Route bis Aswan geplant. Es ist vorteilhaft, wenn man solche langen Touren in kleiner Gruppe macht. Es hat mehr Vorteile als in einer großen Gruppe: versichert, der Gruppe angepasstes Tempo, freie Entscheidung über den Ablauf…
Wir haben um 5:00 Uhr vorm Giftun Beach unsere Fahrt gestartet und sind über Safaga, dann Qina nach Luxor gefahren. Als wir an den Memnonkolossen in Luxor vorbei gehfaren sind, hielten wir für ein Foto an, meine 2 Gäste waren schon ein Mal in Luxor und wollten bloß die zwei Statuen nach vielen Jahren begrüßen. Unsere Fahrt setzten wir gleich danach westlich vom Nil fort. Es kommt nach Luxor noch eine Wüstenstraße, die uns 2 Stunden lang vom Auto aus den Blick über die lybische Wüste genießen liess. Links von uns zog sich der grüne Streifen dem Nil entlang mit seinen Plantagen und Ackern, ein Kontrast nur in Ägypten. Wir sind auch an einer enormen Baustelle in Benban vorbeigefahren, hier baut Ägypten ein Meaga-Solarkraftwerk. Ein großes Teil der Zellen steht schon.
Kurz vor Aswan sind wir ausgestiegen, es war Mittag, der Anblick von grünen Feldern auf der Westseite vom Nil, vom Berg im Hintergrund mit seinem goldigen Sand und das blaue Wasser des Nil davor waren überwältigend und machen aus jedem Laien einen professionellen Fotograf. Auch die Wasserbüffel auf unserer Seite am Ufer des Flusses waren fotogen.

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Fahrt auf dem Nil

Wir haben dann Pizza zur Verstärkung gegessen und uns entschieden, am ersten Tag keine Aktivitäten mit großen Herausforderungen vorzunehmen, weil wir eine lange Fahrt hinter uns haben und wir noch 2 volle Tage in Aswan verbringen wollen. So ließen wir uns mit einem Motorboot über den Nil zu den kleinen bunten Häusern von Seheel fahren. Dort haben sie viele Geschäfte mit Gewürzen und Souvenirs, sie sind auch nicht aufdringlich, eher gastfreundlich, der Duft von den Gewürzen riecht man überall. Man kriegt in diesen Häusern kalte oder heiße Getränke gegen einen kleinen Tipp (3 Euro für uns alle). Als wir auf der Ostseite zurück waren, sind wir in das nubische Museum gefahren. Seine Exponate datieren die verschieden Ären des schwarzen Landes. Neben den Überresten der Gräber und deren Inhalt aus Qustul und Balana, die bis 4000 v. Chr. zurückreichen, widerspiegeln die restlichen Exponate das Verhältnis zwischen Nubien und Ägypten im Laufe der Jahrtausende und wie die Nubier zwischendurch die Macht über das Land in der Hand hatten. Einige Mumien für griechische Priester und deren Familienmitglieder kann man auch dort in ihrem guten Zustand bewundern. Die Exponate stellen Einflüsse der verschiedenen Kulturen in Aswan in einer chronischen Anordnung vor, die Tempeln, Kirchen und Moscheen quer durch das Land hinterlassen haben.
Wir haben uns ein Hotel in einer Nebenstraße gefunden und ein Zimmer mit Nilblick ausgesucht. Man merkt nachts, dass Aswan eine große Stadt ist, die nachts sehr spät ruhig wird. Am nächsten Morgen sind wir Richtung Süden gefahren. Unser Ziel war der berühmte Tempel von Abu Simbel. Es waren 270 km südlich, eine einsame Straße mit vielen LKWs beladen mit Kamelen. Wahnsinn, wie viele Tiere auf dem Weg der Ausfuhr waren und wie hoch der Bedarf nach Kamelfleisch wird.
Wir haben uns die zwei Tempelanlagen von Ramses II. und seiner Gemahlin Nefertari angeschaut. Sie sind dem Besuch wert und haben nicht umsonst ihren Ruf weltweit als beste Urlaubsziele für Kulturinteressenten. Auf dem Weg dahin und zurückfährt man am Nassersee vorbei, der größte Stausee der Welt hat die Wüste dort komplett in eine Oase verwandelt. Wir haben uns dort Zeit gelassen, haben noch was getrunken, bevor die Rückreise nach Aswan startete, wir mussten den Besuch vom Staudamm in Aswan einplanen, der ist nur bis 16:30 Uhr zugänglich und wir haben es geschafft. Unser Hunger führte uns in ein Fischrestaurant, das leckeren Fisch aus dem See grillt und frittiert. Wir haben unseren Besuch am dritten Tag mit der Besichtigung des Phlilaetempels abgeschlossen und sind nach Luxor zurückgefahren. Dort haben wir einen Stop für die Besichtigung vom Karnaktempel gemacht, schöne Tempel besichtigt man gerne nochmal, wenn sich die Chance anbietet. Als wir um 21:00 Uhr in Hurghada zurück waren, haben zum schönen Abschluss einen Kaffee getrunken und haben uns verabschiedet. So eine tolle Reise, die lang in Erinnerung bleibt.

Danke Alex und Armin,
bis bald.