Den 21.12. war es soweit und wir, Lisa, Stefan und ich, waren kurz nach 7 Uhr auf der Autobahn durchs Galala Gebirge 130 km vor Kairo. Unser Ziel war nicht das übliche Programm mit ägyptischem Museum und Zitadelle, sondern das was für Wiederkommer in Kairo auf der Wunschliste noch steht. Wir haben in Kairo übernachtet, um unseren Plan durchzuziehen. Am ersten Tag haben wir die Pyramiden besichtigt, auf dem Weg nach Khan El Khalili Basar die alte Moschee von Ibn Tulun besichtigt, hier handelt es sich um eigenartige Architektur aus dem neunten Jahrhundert, als die Abbasiden in Ägypten herrschten. Daneben ist ein altes Haus, wo Teile von dem Film, der Spion, der mich liebte, gedreht wurden. Danach haben wir die alten Lokale vom Basar mit ihren Denkmälern, Lampen und Gewürzen bewundert. Am Abend haben wir den wunderschönen Tag auf der Dachterrasse des Hotels bei der Lichtshow von den Pyramiden ausklingen lassen.20181221_103142 (1) Am nächsten Morgen kämpften wir uns durch die vollen Straßen Kairos durch, bis wir in eins der ärmsten Viertel der Millionenstadt fahren mussten. Wer zur Felskirche will, der soll durch die Sabbaleen Straße mit den Müllsuchern von Kairo. Es ist bewundernswert, wie viele Tonnen aus Müll dort geschleppt und getrennt werden, um an die Firmen weiterverkauft werden, die das Recycling vornehmen. In der Kirche ist ein Wärter, der die Geschichte von der Kirche erzählt. Eine Aussicht über Kairo aus der Höhe von 160 m durften wir vom Cairo Tower aus genießen, das Denkmal steht seit 1961 als Fernsehturm. Es gibt auch Restaurants und Bars oben, die automtisch drehen und einen Besuch wert sind. Eine Fahrt auf dem Nil war die Krönung unserer Reise, danach fuhren wir nach Hurghada zurück.

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Ibn Tulun Moschee

Das war aber nicht der Schluss, denn in diesem Land kann man noch viel mehr besichtigen. In Abydos soll Ramses II. einen wunderschönen Tempel errichtet haben, den Bau der Anlage wurde aber durch seinen Vater, Sethos I., eingeleitet worden sein. Im Vorhof findet man die Fundamente alter Kolonnaden und Kapellen, sowie der Mauer mit Szenen der Schlacht von Qadesch. Dann die Verehrung von Ptah, Isis, Osiris, Horus und Re Harachte an der Fassade. Der erste Säulensaal von Ramses zeigt seine Opfergabendarbietungen vor den verschiedenen Gottwesen. Der zweite Innensaal von Sethos zeigt die erhabenen Reliefs, die die Kunst während seiner Regentschaft kennzeichnen. Hier findet man sieben Tore, die in sieben verschiedene Kapellen reinlassen, 6 von denen sind jeweils einer Gottheit geweiht, Ptah, Osiris, Horus, Amunre, Isis, Ptah-Sobek und eine für Sethos selber. Die Königsliste von Abydos ist eine der wenigen, die noch erhalten sind. Sie nennt 65 Pharaonen, die vor Sethos regierten und ist sehr selektiv. Hatschepsut, Echnaton, Semenchkare, Tutanchamun und Eje II. stehen aus politischen sowie religiösen Gründen nicht drauf. Bevor wir die Anlage verlassen haben, waren wir kurz beim Osirion, dessen Teile unter Grundwasser stehen. Auf dem Weg nach Luxor waren wir im schönen Tempel der Hathor in Dendara. Die Tempelanlage ist eine der schönsten in Ägypten, die Farben und die Bauweise sind sehr ungewohnt für die altägyptische Architektur. Die Hathorpfeiler im ersten Saal, die kleinen Räume für die Opfergaben, Klamotten und die mit den Lotusblumen, die wie Glühbirnen aussehen. Man kann durch 2 Treppen das Dach erreichen und dort den Tierkreis bewundern. Mann kann eine schöne Darstellung von Kleopatra mit ihrem Sohn Caesarion und Julius Cäsar. Dazu gibt es einen Brunnen mit Anzeige des Wasserstandes im Nil und einen See. In Luxor gab es ein leckeres Abendessen auf der Dachterrasse und am nächsten Morgen sind wir ins Tal der Königinnen gefahren, unser Ziel war das schönste Grab von Nefertari, der grössten Gemahlin von Ramses II., jeder soll mal das Grab gesehen haben, es fasst die gesamte Kunst im alten Ägypten zusammen.

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Felskirche in Moqattam

Die Tickets für das Grab sind schnell weg, man muss oft warten, bis neue kommen. Nach der Besichtigung vom wunderschönen Tempel von Ramses III. sind wir mit einem kleinen Boot auf dem Nil gefahren. In einem kleinen Restaurant gab es Döner ägyptischer Art. Danach tauchte unser Auto auf der Autobahn auf. Als wir in Sahl Hashish zurück waren, gab es einen Abschied und Freude auf den nächsten Ausflug……

Vielen Dank an Lisa und Stefan für das große Vertrauen