Wir sind am 11.03. um 3:00 vorm Hotel losgefahren und hatten Papiere Check bei der Kontrolle am Ausgang von Hurghada.

Sakkara20190311_104148

unser Weg nach Sakkara fuhr uns durch Kairo Richtung Gizeh. Von dort aus schlugen wir Richtung Süden ein an vielen kleinen Ortschaften vorbei. Bevor wir aufs Sakkara Plateau kamen, sollten wir uns entscheiden, welche Gräber wir uns angucken wollten. Dort in der uralten Nekropole gibt es Gräber aus allen Dynastien, einige sind optional und benötigen extra Karte.

Stufenpyramide20190311_102553

ist ein Teil im Pyramidenkomplex, der durch eine Mauer 1400 m umschlossen ist und ein Wunder der frühen ägyptischen Architektur. In diesem Komplex sieht man die älteste Steinmauer, das älteste Steindach und überhaupt die ältesten Bauten aus Stein. Imhotep, der Architekt, Oberbefehlshaber, Mediziner und beliebtester Mitarbeiter von Djoser war das Genie, der dies alles anfertigte. Die Stufenpyramide war eine Mastaba, die öfters an den Seiten ausgebaut und erweitert wurde, bis sie ihre aktuelle Form annahm. Der Rest des Komplexes ist zerstört und es sind überall nur die Fundamente und Füße einiger Statuen erhalten.

Das SerapeumWhatsApp Image 2019-03-11 at 7.41.17 PM

gegen extra Ticket konnten wir es uns angucken. Die durch Augsute Mariette 1850 freigelegte Tiergalerie bewies, die alten Ägypter haben viele Tiere verehrt und diese einbalsamieren lassen. Das durch Sethos I. und seinen Sohn Ramses von einem kleinen Schacht zu einer großen Tiergalerie ausgebaut wurde. Hier konnten besichtigten wir in den unterirdischen Korridoren 24 mega große Sarkophage je 70 bis 80 Tonnen schwer, die Mumien von diesen Stieren enthielten.

Imhotepmuseum20190311_130245

Sakkara ist ein wichtiger Fundort und wer dort einen Überblick haben möchte, was alles zu Tage gefördert wurde und wie toll die Funde alle sind, soll sich die Exponate in dem Museum angucken. Hier bewunderten wir die Statue von Imhotep und seinem Holzsarkophag, die älteste königliche Mumie und die ältesten Grabbeigaben aus der Nekropole. Sowie verschiedene Meißel und Instrumente, die fürs Hauen der Statuen angewendet worden waren.

Mit Rahina20190311_140910

nach Sakkara sind wir Richtung Dahschur zu den Pyramiden von Snofru gefahren, in 25 Minuten standen wir vor Mit Rahina, einem Vorort von Dahschur. Hier bleibt die Zeit erstmal stehen, im Gegenteil, wir sollten eine Zeitreise machen, um herauszufinden, wie wichtig der Ort war. Hier war Memphis, der erste der Bezirke Unterägyptens und gleichzeitig die Hauptstadt des alten Reiches, wo die Pyramidenbauer gelebt hatten. Sakkara war nur eine Nekropole Memphis, es hat hier Tempel zur Verehrung des Ptahs, Grabmäler prädynastischer Zeit und Denkmäler aus allen Dynastien. Die wichtigsten Ausgrabungen durch Battista 1820 führten zur Entdeckung der Kolossalstatue Ramses II., die im Freilichtmuseum liegt. Im Freilichtmuseum stehen auch eine Sphinx von Hatschepsut, die wichtigste Gruppenstatue der heiligen Triade mit Ptah, Sachmet und Nefertem, der letzte wurde durch Ramses verkörpert und andere Denkmäler, die ebenso interessant sind.

Dahschur20190311_151525

wir verließen Mit Rahina und fuhren nach Dahschur. Snofru ließ dort während der 4. Dynastie 3 Pyramiden errichten: Die Knickpyramide mit Basislänge von 190 m und Höhe von 104 m, diese war die erste Pyramide dieser Form. Rote Pyramide, der Name verdankt sie der rötlichen Färbung ihres Gesteins, sie ist die älteste von Beginn an als geometrisch geplante Pyramide und ist die drittgrößte aller Pyramiden, sie übertrifft mit einer Basislänge von 220 m die Chephrein-Pyramide und ist 105 m hoch. Die Knickpyramide ist gesperrt und man kann nicht in die Grabkammer, im Gegenteil zu der roten Pyramiden, deren Grab für den Besuch offen ist.

Die Fayum-Oase20190214_102804

wir fuhren von Snofru weg und waren 30 Minuten später auf der Autobahn nach Fayum. Die kleine Oase in der lybischen Wüste macht immer guten Eindruck. Der Qarunsee war unser Ziel, der liegt ca. 50 km südlich von Kairo und hat einige Hotels, wo man gut schlafen kann. Wir ließen uns im Militärhotel einquartieren, das Essen dort ist immer lecker und die Zimmer waren sauber.

Highlight Wādī al-Ḥītān20190312_120127

wir haben uns ein Landcruiser für den nächsten Tag bestellt, der Treffpunkt war 9:00 im Tunis Dorf. Das Dorf bietet ihren Besuchern hauptsächlich Werkstätten mit Töpfereien und Malern zur Bearbeitung von den Töpfen, es ist eine Vielzahl an Ausstellungen, die diese tollen Souvenirs verkaufen. Einige Restaurants und auch ein paar kleine Hotels sind auch dort. Von dort aus sind wir ca. halbe Stunde bis zum Schutzgebiet Wādī er-Raiyān gefahren. Dort sind zwei weitere Seen, der nördliche liegt 5 m und der südliche 20 m unter dem Meeresspiegel, durch den Höhenunterschied bilden sich Wasserfälle und grüne Flächen drum herum.
Das Highlight war Wadi Al Hitan, Tal der Wale, mit den versteinerten Skeletten von Meeresbewohnern, die dort vor 40 Millionen Jahren gelebt hatten. Man läuft im Talkessel dort herum und ist überwältigt. Rochen, Wale, Korallen und Panzer von Schildkröten sind überall im Fels drin. Der Besuch war ca. 2,5 Stunden und konnte länger sein. Es ging nicht, weil noch mehr Sehenswürdigkeiten auf dem Plan lagen. Danach kamen die goldenen Sanddünen, die einem unabsehbar vom Hügel aus ausgesehen haben, wo wir mit unserem Auto dort gestanden sind. An den südlicheren beider Seen schließt sich im Süden noch der Magic Lake. Der See hat den Namen nicht umsonst gekriegt, der befindet sich mitten unter den Sanddünen und man kann dort den Besuch des Wadi Rayan entspannt ausklingen lassen. Auf dem Heimweg sind wir bei den Wasserfällen vorbeigefahren und haben uns die Verbindung zwischen beiden Seen mit den Höhenunterschieden angeschaut.

Qarunpalast

am 3. Tag der Rundreise standen einige Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Zeiten auf der Wunschliste. Wie der Qarunpalast, der eigentlich als ein Tempel aus der griechischen Zeit angesehen wird. Der Tempel sieht klein aus, aber hat viele Räume und erinnert an den Tempel der Hathor in Dendara. Die Überrreste des Dorfes, dessen Zentrum durch den Tempel belegt war, sind noch zu erkennen.

Hawara und Al Lahun20190313_141838

in den beiden Ortschaften stehen Pyramiden vom mittleren Reich ca. 2000 vor Chr. Beide Pyramiden sind durch Nilschlamziegel errichtet und hatten ein Kalksteinverkleidung gehabt. Die Pyramide in Hawara wurde für den Amenemhat III. errichtet, die eine Kopie von der schwarzen Pyramide neben der Knickpyramide bildet. Die Sesotris Pyramide in Lahun ist ebenso aus Nilschlammziegeln errichtet aber hat Kalksteinachsen zur Verstärkung und Unterstützung des Baus. Man sieht in allen Seiten der Pyramiden die Ecken von den Achsen. Mastabas von Hochverwandten des Paharaohs sind noch zu bewundern in der Umgebung. Wir fuhren dann  nach Hurghada zurück und meine zwei Gäste hatten genug Zeit, um sich vor dem Abflug zu entspannen und Sonne zu genießen.